04.01 phylogenetisches driften

galerie k+s, projektraum schloss solitude, berlin

sich an der schnitt­stelle zwischen kunst und wissen­schaft bewegend, erforscht matysik zukünftige lebens­formen, konstruiert organische skulpturen, untersucht und kreiert deren lebensräume. für k + s macht er quasi einen teil seines labors in form einer begehbaren instal­lation für die ausstel­lungs­be­sucher zugänglich. die in beleuchteten schau­vi­trinen ausge­stellten modelle setzt matysik dabei als vermittler seiner vision von einer aktiven evolution und den zukünftigen formen künstlerisch-biologischer plastik ein. damit knüpft er an wissen­schaftliche visualisierungs- und model­lie­rungs­stra­tegien des 19. jahrhunderts an, die der visuellen erkenntnis dienten und deren anschau­ungs­ob­jekten ein hohes maß an glaub­wür­digkeit zugesprochen wurde. weiterhin unter­streicht matysik seine tätigkeit als forscher, indem er – in einer mit biomorphen liege­möbeln ausge­statteten video­lounge – dokumen­ta­rische aufnahmen zeigt, die ihn bei seiner recherche nach lebens­formen im thailän­dischen regenwald zeigen.

moving along the interface of art and science, matysik researches future life forms, constructs organic sculptures and inves­tigates and creates their habitats. for k + s he makes part of his laboratory accessible so to speak to visitors of the exhibition. he thereby employs models displayed in lighted cases to convey his vision of active evolution and future forms of artistic-biological sculpture. in this way he references to the scientific visua­lization and modeling strategies of the 19th century that served to advance visual cognition and whose objects of demons­tration were granted a high degree of credi­bility. matysik further highlights his activities as a researcher by screening documentary footage – showing him conducting research on life forms in the thai rainforest – in a video lounge equipped with biomorphic couches.