19.04 through a forest wilderness

kunsthalle wilhelmshaven

aktionen im wald. performance, konzeptkunst, events. 1960 – ∞
performance: implant. die pflanze in mir
„the clearest way into the universe is through a forest wilderness“, erkannte der schottisch-amerikanische natur­forscher john muir schon 1890 – lange zeit bevor in den 1960er-jahren das verhältnis von kunst und natur in eine neue phase trat: konzen­trierten sich die künstler früherer genera­tionen auf das malerische natur­studium, so begann nun eine intensive, existen­zielle und körperliche ausein­an­der­setzung mit der natur. der wald wurde mit dem interesse an handlungs­räumen außerhalb von galerien und museen zu einer umgebung, die am eigenen körper erfahren und in den künst­le­rischen prozess mit einbezogen wurde. besonders den künstlern mittel- und osteuropas diente die natur als rückzugs­raumfür aktivitäten, die im offiziellen kulturleben unerwünscht waren. auf beiden seiten des eisernen vorhangs entwi­ckelte sich ein neues ökolo­gisches bewusstsein.die ausstellung through a forest wilderness nimmt erstmals diesen existen­ziellen dialog zwischen kunst und wald in den blick. zu sehen sind künst­le­rische aktionen und minima­lis­tische instal­la­tionen namhafter künstler aus happening, fluxus, konkreter poesie, konzeptkunst und minimal art. die präsen­tation umfasst fotogra­fische dokumen­ta­tionen, rekon­struk­tionen histo­rischer werke, aktuelle inter­ven­tionen, filme, perfor­mances, führungen und vorträge.das projekt ist nach einer wald-ausstellung in berlin (nikolskoer landpartie) nun im neuen-burger holz (zwischen urwald­straße und winterweg) und in der kunsthalle wilhelmshaven zu sehen.