16.01 groundcontrol to m.t.

galerie drees, hannover

das verhältnis von natur zur bildenden kunst wird in dieser doppel­aus­stellung gemeinsam mit jürgen jansen zum thema; plastik und malerei treten in einen dialog. das komplexe werk von reiner maria matysik, das bei kuratoren und ausstel­lungs­häusern höchste anerkennung genießt kam mit den bildern jansens zusammen. für beide künstler geht es in der beschäf­tigung mit natur nicht um das ästhe­tische erfassen derselben, sondern um die analy­tische ausein­an­der­setzung mit ihr über die kunst. jürgen jansen hat vor seinem studium der malerei biologie studiert und wissen­schaft­liche methodik und das forschen nach den bausteinen der welt sind in seine künst­le­rische tätigkeit einge­flossen. er bezeichnet seine bilder als „versuchs­an­ord­nungen“ und bildet in einem sich stetig erneu­ernden werkprozess eine malerei aus, für die kalkül und kontingenz gleicher­maßen konsti­tutiv sind. reiner maria matysik entwi­ckelt in unter­schied­lichen formaten und materialien biomorphe plastiken, in denen er wissen­schaft­liche erkenntnis mit bildne­ri­schem denken verbindet. das konzept des künst­le­ri­schen schaffens wird dabei so stark an prinzipien der natur angenähert, dass die spannende frage bleibt, ob sich nicht am ende ersteres in letzterem auflöst.

the relati­onship between nature and visual art is the theme of this double exhibition together with jürgen jansen; sculpture and painting enter into a dialogue. the complex work of reiner maria matysik, which enjoys the highest recognition among curators and exhibition houses, came together with jansen’s paintings. for both artists, dealing with nature is not about grasping it aesthe­ti­cally, but about dealing with it analy­ti­cally through art. jürgen jansen studied biology before studying painting, and scien­tific metho­dology and research into the building blocks of the world have flowed into his artistic work. he describes his paintings as »experi­mental arran­ge­ments« and, in a constantly renewing work process, develops a painting for which calcu­lation and contin­gency are equally consti­tutive. reiner maria matysik develops biomorphic sculp­tures in different formats and materials, in which he combines scien­tific knowledge with pictorial thinking. the concept of artistic creation is thereby so strongly appro­xi­mated to principles of nature that the exciting question remains whether the former does not ultimately dissolve into the latter.