25.01 subkutan

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fremdkörperfremdkörper
Das Pro­jekt „Fremd­kör­per“ ver­eint die Arbei­ten von R. M. Maty­sik, R. Mie­lich, M. Pop­pe und H. Veláz­quez in einer Grup­pen­aus­stel­lung. Die Künstler*innen ver­bin­det eine lang­jäh­ri­ge Aus­ein­an­der­set­zung mit dem mensch­li­chen Kör­per und ande­ren Lebe­we­sen sowie deren Wech­sel­be­zie­hung mit Natur, Wis­sen­schaft, Tech­nik und mythi­schen Über­lie­fe­run­gen. Von die­ser inten­si­ven und kon­ti­nu­ier­li­chen Beschäf­ti­gung zeu­gen Werk­grup­pen, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ent­stan­den sind und medi­al von Plas­tik, Objek­ten, Gra­fik bis hin zu Aktio­nen und par­ti­zi­pa­ti­ven Ansät­zen reichen.
Mit der Arbeit sub­ku­tan erwei­tert Rei­ner Maria Maty­sik sei­ne künst­le­ri­sche For­schung zu hybri­den For­men des Lebens und der mate­ri­el­len Durch­drin­gung von Natur, Kör­per und Tech­nik um eine radi­kal kör­per­li­che Dimen­si­on. Der Künst­ler trägt eine klei­ne, fes­te Skulp­tur dau­er­haft unter der eige­nen Haut – ein Fremd­kör­per, der wäh­rend der Eröff­nung sei­ner Aus­stel­lung Fremd­kör­per von Besu­che­rin­nen und Besu­chern ertas­tet wer­den kann.
Die­se Arbeit ver­schiebt die Gren­ze zwi­schen Kunst­ob­jekt und leben­di­gem Orga­nis­mus. Sub­ku­tan wird nicht aus­ge­stellt, son­dern ver­kör­pert. Das Werk ist unsicht­bar, nur durch Berüh­rung wahr­nehm­bar, und damit dem übli­chen Blick­re­gime der Kunst ent­zo­gen. Es the­ma­ti­siert Inti­mi­tät, Ver­letz­lich­keit und die zuneh­men­de Ver­schmel­zung von bio­lo­gi­schem und künst­li­chem Mate­ri­al. In der kör­per­li­chen Begeg­nung mit dem Künst­ler wird die Skulp­tur zum Schnitt­punkt zwi­schen Innen und Außen, zwi­schen Ich und Objekt – ein leben­di­ges Expe­ri­ment über Iden­ti­tät, Mate­ria­li­tät und die Zukunft des mensch­li­chen Körpers.