22.05 the beauty of early life

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe

spuren frühen lebens


abbil­dun­gen fol­gen bald 
spu­ren frü­hen lebens
die aus­stel­lung lädt uns zu einer zeit­rei­se zu den ursprün­gen des lebens ein. wie ist das leben ent­stan­den? wo las­sen sich spu­ren ers­ten lebens ent­de­cken? war­um ist es wich­tig, in die ver­gan­gen­heit zu bli­cken, um ein ver­ständ­nis für die rele­vanz der arten­viel­falt in heu­ti­ger zeit zu entwickeln?
es gibt wis­sen­schaft­li­che pro­gno­sen, dass mehr als ein drit­tel aller leben­den arten durch die aus­wir­kun­gen des mensch­li­chen han­delns vom aus­ster­ben bedroht sind. seit anbe­ginn des lebens ste­hen die orga­nis­men in gegen­sei­ti­gen abhän­gig­keits- und ein­fluss­ver­hält­nis­sen. die lebe­we­sen exis­tie­ren nicht für sich allein, son­dern leben von­ein­an­der. somit wis­sen wir alle längst um die gefahr, dass das leben selbst auf dem pla­ne­ten erde bedroht ist.
die aus­stel­lung lädt uns ein, über künst­le­ri­sche arbei­ten von der moder­ne bis zur gegen­wart, ergänzt um wis­sen­schaft­li­che expo­na­te aus der früh­zeit des lebens auf des­sen ent­ste­hung zu bli­cken, gera­de jetzt, an die­sem schei­de­punkt einer glo­ba­len kli­ma- und biodiversitätskrise.
die früh­zeit des lebens fin­det sich im zeit­ab­schnitt des prä­kam­bri­ums, im kam­bri­um und dem anschlie­ßen­den  ordo­vi­zi­um, an des­sen ende ein mas­sen­aus­ster­ben statt­fand. die prä­sen­ta­ti­on deckt somit den zeit­raum von vor  ca. 3,8 mil­li­ar­den bis 444 mil­lio­nen jah­re vor unse­rer gegen­wart ab. die aus­stel­lung ist ein gemein­schaft­li­ches pro­jekt mit dem staat­li­chen muse­um für natur­kun­de karls­ru­he. die aus­ge­stell­ten fos­si­li­en sind bele­ge  für die von charles dar­win mit­te des 19. jahr­hun­derts beschrie­be­nen evo­lu­ti­ons­pro­zes­se. in sei­nem 1859 erschie­ne­nen haupt­werk »ursprung der arten« war ihm die dama­li­ge unvoll­stän­dig­keit der geo­lo­gi­schen zeug­nis­se bewusst. die ältes­ten dar­win bekann­ten fos­si­li­en stamm­ten von bereits hoch ent­wi­ckel­ten lebe­we­sen, aber nicht aus der früh­zeit des lebens – ein »dilem­ma« für dar­win. heu­te aber, gut ein­ein­halb jahr­hun­der­te spä­ter, gibt es der­ar­ti­ge fun­de, die in der aus­stel­lung vor­ge­stellt wer­den. dar­wins dilem­ma ist weit­ge­hend gelöst, nun ist es an uns, die durch evo­lu­ti­on ent­stan­de­ne viel­falt der arten zu erhal­ten! indem in der aus­stel­lung die geschich­te des lebens auf der erde anhand von fos­si­len fun­den und künst­le­ri­schen arbei­ten erfahr­bar gemacht wird, kommt die bis­her kaum wahr­ge­nom­me­ne schön­heit und viel­falt des frü­hen lebens erst­ma­lig und umfas­send zur geltung.

the ori­g­ins of life on earth remains one of the most chal­len­ging ques­ti­ons of all time in
natu­ral histo­ry and has lost none of its fasci­na­ti­on for us today. when darwin’s seminal
work the ‘ori­gin of spe­ci­es’ was published in 1859, he lacked fos­sil evi­dence from the
ear­ly days of life to pro­ve that evo­lu­ti­on was not a theo­ry but a fact. today, more than
a cen­tu­ry and a half later, fos­sil finds that evi­dence evo­lu­tio­na­ry pro­ces­ses have been
dis­co­ver­ed on all con­ti­nents, but in the main are known only to experts. the zkm and
the natu­ral histo­ry muse­um karls­ru­he want to chan­ge this with a joint exhi­bi­ti­on. when
and how did the first living orga­nisms ari­se on our pla­net? which laws, which aesthetic
phe­no­me­na can be iden­ti­fied, accor­ding to which the evo­lu­ti­on of the infi­ni­te varie­ty of
forms and func­tions can be bro­ken down and unders­tood? and why is it important to
look at the past in order to deve­lop an under­stan­ding of why bio­di­ver­si­ty is so cru­cial in
today’s world? – the­se ques­ti­ons are addres­sed in the exhibition.
exhi­bi­ti­on, ‘the beau­ty of ear­ly life: traces of ear­ly life’ at the zkm
cen­ter for art and media karls­ru­he. a jour­ney through time to the ori­g­ins of
life – based on art and science.
the exhi­bi­ti­on is cura­ted by peter wei­bel, artis­tic and sci­en­ti­fic direc­tor of
the zkm, and nor­bert lenz, direc­tor of the sta­te muse­um of natu­ral history
karls­ru­he, tog­e­ther with edu­ard harms, han­nah jung, and phil­ipp ziegler.