05.04 me, myself and i

gutleut 15, frankfurt/main; galerie hobbyshop, münchen; konsortium, düsseldorf; arti et amicitae, amsterdam

fotografien zeigen matysik von einer seiner eigenen schöp­fungen überwältigt. zum einen verweisen sie auf seine vorstellung der zukünftig möglichen, in diesem falle sexuell konno­tierten, inter­ak­ti­ons­formen verschiedener organismen unter­einander, so wie sie später in textlicher form in der publi­kation sexuelles vegetieren (2007) festge­halten werden. zum anderen lässt der darge­stellte vorgang an den ovidischen pygmalion-mythos denken: den bildhauer, der sich in eine von ihm geschaffene statue verliebt. diese legende steht pate für die seither immer wieder thema­ti­sierte utopie bildender künstler, dass ihr werk mit der erweckung zum leben seine vollendung findet – ein gedanke, der matysik nicht fremd sein dürfte.

photo­graphs show matysik overwhelmed by one of his own creations. they point to his vision of future possi­bi­lities for – in this case sexually connoted – forms of inter­action among different organisms, and are subse­quently documented in textual form in the publi­cation sexual creeping (2007). the process presented is also reminiscent of the ovid’s pygmalion myth: the sculptor who falls in love with one of his own statues. this legend is the force behind the reoccurring dream of visual artists that their work find its consum­mation in reawakened life – a thought that should be no stranger to matysik.