26.01 high as a kite

kunsthalle wilhelmshaven

luftschlösser in kunst und wirklichkeit

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zwi­schen inno­va­ti­on, genia­li­tät, wunsch­traum, guter absicht, grö­ßen­wahn und schei­tern ver­or­tet sich das luft­schloss. nach land­läu­fi­ger vor­stel­lung haben luftschlossarchitekt*innen im wahrs­ten sin­ne des wor­tes den boden unter den füßen ver­lo­ren. ihre vor­ha­ben sind zu groß, zu teu­er, tech­nisch nicht mach­bar, schlicht und ein­fach uner­hört. zu (zeit­wei­li­gen) luft­schlös­sern ent­wi­ckeln sich auch rea­le bau­vor­ha­ben, deren ver­wirk­li­chung eine eska­la­ti­on an kos­ten und zeit mit sich bringt – bis­wei­len mit offe­nem aus­gang. davon zeu­gen sich in bio­to­pe ver­wan­deln­de bau­gru­ben und nie voll­ende­te inves­ti­ti­ons­rui­nen, die sich – oft als ske­lett erschei­nend – vom luft­schloss in ein geis­ter­haus ver­wan­delt haben.
unter­schät­zen soll­te man die visio­nen aber kei­nes­wegs, denn in den plä­nen, träu­me­rei­en, hirn­ge­spins­ten und wol­ken­ku­ckucks­hei­men liegt eine gro­ße kraft, und neu­es ent­steht vor allem dann, wenn man ver­sucht, eigent­lich unmög­li­ches doch noch in die welt zu brin­gen. höchs­te zeit also, den luft­schlös­sern und ihren architekt*innen eine aus­stel­lung zu wid­men, die sich dem the­ma kul­tur­wis­sen­schaft­lich, künst­le­risch und spie­le­risch nähert. high as a kite – luft­schlös­ser in kunst und wirk­lich­keit ist eine zusam­men­schau künst­le­ri­scher wer­ke, die die schwer­kraft über­wun­den haben: himm­lisch-luf­ti­ge archi­tek­tu­ren, künst­le­ri­sche kom­men­ta­re zu gigan­ti­schen bau­vor­ha­ben oder behaup­te­te pro­jek­te mit aktio­nis­ti­schem impetus.
mit
lim­bo accra | nán­dor angst­en­ber­ger | mar­kus dorf­mül­ler | cle­mens gritl | chris­ti­an jan­kow­ski | gor­don mat­ta-clark | rei­ner maria maty­sik | andrea pichl | tho­mas ravens | ursu­la sax | nome­da & gedimi­nas urbonas
kuratorin
petra stegmann