97.07 pflaumenoval

botanische skulptur im öffentlichen raum, villa haar, künstlergärten weimar

mit sei­ner orts­spe­zi­fi­schen bota­ni­schen skulp­tur nimmt maty­sik bereits in einem frü­hen werk eine akti­ve gestal­tung der natur nach sei­nen vor­stel­lun­gen vor: in den künst­ler­gär­ten wei­mar pflanzt er zehn jun­ge pflau­men­bäu­me, denen durch den ein­satz von zwei spann­rin­gen in anleh­nung an die archi­tek­tur der her­zo­gin-anna-ama­lia-biblio­thek die form eines bau­chi­gen ovals ver­lie­hen wird.
»die bota­ni­sche plas­tik zeigt, wie sich die vege­ta­ti­on nach dem mensch­li­chen bild ord­nen muss. unwillkürlich muss man an die höl­zer­nen gerä­te des dani­el schre­ber den­ken, die er kin­dern anleg­te, damit sie das gera­de sit­zen ler­nen soll­ten, so drang­voll und unaus­weich­lich wird hier den zehn pflau­men­bäu­men vor­ge­ge­ben, dass sie in einer ova­len, korb­ar­ti­gen form wach­sen müssen.« bar­ba­ra nemitz

with this ear­ly site-spe­ci­fic bota­ni­cal sculp­tu­re, maty­sik alrea­dy enga­ges in the acti­ve design of natu­re accord­ing to his visi­on. in the künst­ler­gär­ten wei­mar, he plants ten young plum trees, which are given the form of a bul­bous oval through his use of two clam­ping rings – imi­ta­ting the archi­tec­tu­re of the herzogin-anna-amalia-bibliothek.
»the bota­ni­cal plastic shows how the vege­ta­ti­on its­elf must arran­ge for the human image. instinc­tively, one has to think of the woo­den uten­sils of dani­el schre­ber, which he used to for­ce child­ren, so that they should learn to sit strai­ght, so urgent and ine­vi­ta­ble the ten plum trees are for­ced to grow in an oval, bas­ket-like form.« bar­ba­ra nemitz