99.08 tizian of fair play

kunst im öffentlichen raum, kulturamt marburg

für das ausstell­lungs­projekt im öffent­lichen raum am markt­platz von marburg entwi­ckelt matysik das placebo evomal, ein mittel zur auslösung allge­meinen glücks­ge­fühls. die tablet­ten­pa­ckungen werden im schau­fenster der touris­mus­in­for­mation präsen­tiert. zum einen bewegt sich matysik damit einmal mehr an der schnitt­stelle von wissen­schaft, in diesem fall der medizin, und kunst. weiter­gehend ist die arbeit aber durchaus auch als ironische anspielung auf den diskurs der selbst­re­fe­ren­zia­lität zu lesen: die kunst tritt als einfach zu konsu­mie­rendes produkt in erscheinung, das eine positive verän­derung des subjek­tiven empfindens nach sich zieht, ausgelöst allein durch den symbo­li­schen gehalt der vollzo­genen handlung

for this public exhibition on the central square in marburg, matysik creates the placebo evomal, a medium for triggering general feelings of happiness. the packages of pills are displayed in the window of the tourist infor­mation office. here matysik again walks the line between science – in this case medicine – and art. the work can also be read as an ironic commentary on the discourse of self-referen­tiality; the art manifests itself as an easily consumable product that brings about a positive revision of subjective perception, triggered alone by the symbolic content of the action carried out.