02.01 world perfekt

impakt festival, utrecht, nl

für das film-, video- und lecture­pro­gramm des festivals für inter­dis­zi­plinäre audio­vi­suelle kunst wird matysik von florian wüst einge­laden, zum thema evolu­tio­närer verän­de­rungen und seiner diesbe­züg­lichen künst­le­ri­schen praxis der biolo­gi­schen plastik zu referieren. matysik tritt als sachlich wissen­schaftlich vortra­gender vor das publikum, der theore­tische grund­lagen und den prakti­schen entste­hungs­prozess seiner arbeiten darlegt sowie diese selbst vorstellt. während er in konven­tionell seriöser, zugleich leicht angestaubt wirkender präsen­ta­ti­ons­weise am overhead­pro­jektor agiert, ist neben ihm auf der bühne die perfor­mative aktion der künst­lerin alexandra tessenson zu verfolgen, die zarte bezüge zu den wiener aktio­nisten sowie strategien früher video­kunst erkennen lässt: sie begibt sich in eine stark sexuell aufge­ladene inter­aktion mit einem von matysiks objekten zukünf­tigen lebens, wobei sie ihre handlungen gleich­zeitig mit einer handkamera filmt, deren bilder parallel zu den overhead­pro­jek­tionen live übertragen werden. im kurato­ri­schen kontext vertritt matysik den utopi­schen visionär auf der suche nach der perfekten poste­vo­lu­tio­nären lebensform.

matysik is invited by florian wüst to speak on the topic of evolu­tionary changes and his related artistic practice of biolo­gical sculpture as part of the film, video and lecture program of the inter­di­sci­plinary audio­visual arts festival. matysik appears before the audience as a lecturing profes­sional scientist who presents and explains the theore­tical founda­tions of his work and the practical process of creation. while he gives his conven­tio­nally serious, somewhat outdated-seeming presen­tation on an overhead projector, the artist alexandra tessenson performs on the stage next to him, subtly referencing the viennese actio­nists as well as strategies of early video art. she engages in a highly sexually charged inter­action with one of matysik’s future life forms, while at the same time filming the action with a hand-held camera, whose images are trans­mitted live next to the overhead projector. in the curatorial context, matysik thus represents the utopian visionary in search of the perfect post-evolu­tionary life form.