03.01 zucht, phylogenetisches driften

paraplufabriek und marienburgkapel, nijmegen, nl

in der ausstellung wird von einer überwiegend durch materia­lis­tische inter­essen geprägten lebenswelt ausge­gangen, der mit »zucht« alter­native, künst­le­risch inspi­rierte entwürfe entge­gen­ge­stellt werden sollen. in experi­men­teller manier erarbeitet matysik mit einer gruppe von tänze­rinnen mögliche fortbe­we­gungs­arten zukünf­tiger menschen­ar­tiger lebewesen unter verän­derten bedin­gungen und deren angenommene nicht­sprach­liche kommu­ni­ka­ti­ons­weise – die ergeb­nisse werden in form einer perfor­mance präsen­tiert. ein aus einem lebenden misch­or­ga­nismus bestehendes kleid sowie silikon­mo­delle poste­vo­lu­tio­närer organismen verweisen ebenfalls auf matysiks vision zukünf­tigen lebens. der künstler tritt gleich­zeitig als guide der ausstellung in erscheinung, um in referie­render weise die vermitt­lungs­arbeit seiner kunst selbst zu übernehmen.

the exhibition origi­nates from a natural world charac­te­rized by materia­listic interests, which is contrasted through “culti­vation” with alter­native artis­ti­cally inspired proposals. together with a group of dancers, matysik experi­mentally explores possible forms of mobility for future human-like creatures under altered condi­tions, as well as their adapted non-verbal commu­ni­cation. the results are presented in the form of a perfor­mance. a dress created from the symbiosis of living organisms as well as a silicone model of a post-evolu­tionary organism also refer to matysik’s vision of future life. the artist makes a simul­ta­neous appearance as a guide to the exhibition in order to take over the explanation of his artwork himself.