21.05 after life

kunstverein arnsberg

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im kunst­ver­ein arns­berg wird die aus­stel­lung after life gezeigt. präsentiert wer­den dort arbei­ten von rei­ner maria maty­sik, ste­pha­nie dinkins, jon lom­berg und ana rajce­vic, die sich als spe­ku­la­tio­nen ü­ber die gestalt und das habi­tat mensch­li­cher und hybri­der lebens­for­men in naher und fer­ner zukunft ver­ste­hen lassen.
rei­ner maria maty­sik ent­wirft schließ­lich hypo­the­sen über ganz und gar neue for­men des mensch­seins. sei­ne aus wachs model­lier­ten plas­ti­ken der werk­se­rie bey­ond human (seit 2010) las­sen sich als kon­se­quen­te wei­ter­füh­rung eines heu­te nahe­zu unvor­stell­ba­ren gedan­kens ver­ste­hen: braucht es den körper, wie wir ihn ken­nen, um mensch zu sein? indem maty­sik skulp­tu­ren schafft, die auf das körperinnere und orga­ne refe­rie­ren, und sie sophie, giu­sep­pe, fri­da, eva oder mag­da­le­na tauft, for­mu­liert der künst­ler auf die­se fra­ge­stel­lung ein kla­res ‚nein‘. allein die beschaf­fen­heit und far­be erin­nern an haut und damit an das kon­ven­tio­nel­le äußere erschei­nungs­bild des men­schen. maty­siks künst­le­ri­sche tech­nik ver­weist schließ­lich eben­so wie sei­ne foto­gra­fi­schen nah­auf­nah­men der skulp­tu­ren (clo­se up, 2011) auf bild­ge­ben­de ver­fah­ren aus der medi­zin: wachs­mo­del­le wur­den im 19. jahr­hun­dert unter ande­rem in der der­ma­to­lo­gie genutzt, um krank­heits­bil­der für die for­schung fest­zu­hal­ten. auch die foto­ar­bei­ten rufen auf­nah­men aus dem körperinneren, wie sie bei­spiels­wei­se bei endo­sko­pien anfer­tigt wer­den, in erin­ne­rung. in der aus­stel­lung zeu­gen dar­Ã¼­ber hin­aus wei­te­re plas­ti­ken und zeich­nun­gen von maty­siks werk­kon­vo­lut – einer umfang­rei­chen samm­lung von pro­to­typ­mo­del­len hybri­der, postevolutionärer lebens­for­men, die der künst­ler seit den 1990er jah­ren entwirft.

kura­ti­on: lydia korndörfer

the exhi­bi­ti­on after life is shown at the kunst­ver­ein arns­berg. it pres­ents works by rei­ner maria maty­sik, ste­pha­nie dinkins, jon lom­berg and ana rajce­vic, which can be unders­tood as spe­cu­la­ti­ons on the shape and habi­tat of human and hybrid life forms in the near and distant future.
rei­ner maria maty­sik crea­tes hypo­the­ses about ent­i­re­ly new forms of being human. his wax sculp­tures from the seri­es bey­ond human (sin­ce 2010) can be unders­tood as a con­sis­tent con­ti­nua­tion of a thought that is almost uni­ma­gin­ab­le today: does the body as we know it needs to be human? by crea­ting sculp­tures that refer to the body’s inte­rior and organs and naming them sophie, giu­sep­pe, fri­da, eva or mag­da­le­na, the artist for­mu­la­tes a clear ’no‘ to this ques­ti­on. the tex­tu­re and color alo­ne are remi­nis­cent of skin and thus of the con­ven­tio­nal exter­nal appearan­ce of the human being. matysik’s artis­tic tech­ni­que, like his pho­to­gra­phic clo­se-ups of the sculp­tures (clo­se up, 2011), refers to medi­cal ima­ging tech­ni­ques: in the 19th cen­tu­ry, wax models were used in der­ma­to­lo­gy, among other fiel­ds, to record images of ill­nes­ses for rese­arch. the pho­to­gra­phic works also recall images of the insi­de of the body, such as tho­se taken during endo­scopies. the exhi­bi­ti­on also fea­tures other sculp­tures and drawings from matysik’s body of work – an exten­si­ve collec­tion of pro­to­ty­pe models of hybrid, post-evo­lu­tio­na­ry life forms that the artist has been designing sin­ce the 1990s.
cura­ti­on: lydia korndörfer