08.01 biofakte

museum könig, bonn

das zoolo­gische forschungs­museum alexander koenig hat sich der dokumen­tation, erfor­schung und vermittlung von biodi­ver­sität verschrieben. zur schein­baren erwei­terung der ständigen natur­his­to­ri­schen sammlung wird matysik ein gesamter gebäu­de­flügel zur einrichtung der abteilung zukünf­tiger lebens­formen zur verfügung gestellt, wo er mit seiner instal­lation das szenario eines gewalt­samen ausbruchs poste­vo­lu­tio­närer biofak­ti­scher organismen reali­siert. durch diese einschreibung seiner künst­le­ri­schen praxis in eine insti­tution zur wissen­schaft­lichen dokumen­tation stellt matysik herkömm­liche katego­ri­sie­rungen in frage und thema­ti­siert kunst als allum­fas­sende gesell­schaft­liche praxis. in der instal­lation werden die besucher auf einer art beobach­tungssteg mit lebens­formen ohne lebensraum konfron­tiert: den ort zu bestimmen, an dem sie sich entfalten können, wird der gesell­schaft zugeschrieben.

the zoolo­gische forschungs­museum alexander koenig is dedicated to the documen­tation of and research and education on biodi­versity. for the apparent expansion of the permanent collection on natural history, matysik is given an entire wing of the building to set up a department of future life forms, which he realizes through his instal­lation of a scenario of a violent outbreak of post-evolu­tionary biofac­tical organisms. with this transcription of his artistic practice into an insti­tution for scien­tific documen­tation, matysik questions conven­tional catego­riz­a­tions and conceives art as a universal societal practice. on a kind of obser­vation platform in the exhibition, visitors are confronted with life forms lacking a habitat; it is left up to society to determine where they will be able to live and develop.